Neue Verfolgungswelle trifft Homosexuelle

Tschetschenische Regierung bezeichnet die Anschuldigungen als »Lüge«

»In Tschetschenien gibt es erneut Massenfestnahmen, Folter und Mord an Schwulen und Lesben.« Mit diesen Worten beginnt Igor Kotschetkow, Programmdirektor des russischen LGBT-Netzwerks, seine Videoansprache, die Mitte Januar auf Youtube veröffentlicht wurde.
Erst im Dezember beschäftigte sich der ständige Rat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa mit einem umfangreichen Bericht über die Verfolgung Homosexueller in der russischen Nordkaukasusrepublik. Im Zeitraum von Ende Februar bis zum Sommer 2017 wurden nicht weniger als 200 Menschen festgenommen und in inoffiziellen Gefängnissen physischer Gewalt und Folter unterworfen. Als Anlass dienten Polizei und Nationalgarde einzig und allein der Verdacht auf eine, wie es im russischen Jargon heißt, »nichttraditionelle sexuelle Orientierung«.

Überlebende berichteten später von den unhaltbaren Haftzuständen. Aber es gab auch Tote, darunter der Popsänger Selimchan…

ute weinmann

nd

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